Schoolparty

HipHop ist eine Jugendkultur geworden und erfährt nicht zuletzt durch die mediale Darstellung zunehmend mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit. Kinder und Jugendliche werden in Folge dessen u. a. mit Inszenierungen in Liedern und Musikvideos konfrontiert, in denen sie auf der Suche nach Identität ihre Vorbilder erkennen. 

Der so genannte Gangsta Rap hat dabei deutliche Spuren hinterlassen. Das junge Publikum zeigt starkes Interesse an dieser Art von Rap, offenbart jedoch parallel dazu erhebliche Defizite im Hinblick auf ein angemessenes Verständnis, womit sich eine Situation ergeben hat, bei der man von Jugendgefährdung sprechen muss. Eltern, Lehrern und Pädagogen fehlen oftmals, trotz der erklärten Bereitschaft, die notwendige Authentizität, um Hintergrundinformationen zu vermitteln, um somit aktiv zur Aufarbeitung beizutragen.

Aufgrund der sozialen Bedeutung von Gangsta Rap für die Projektteilnehmer erfolgt der Projekteinstieg über einen Erfahrungsaustausch zum Musikkonsum, insbesondere Textinhalte, mit anschließender Diskussion. Die SuS erarbeiten historische Zusammenhänge der HipHop Kultur, den Aufbau eines Tonstudios, die Entwicklung der Tonaufzeichnung, die Funktion eines Musiklabels sowie die Bedeutung von Copyrights, Gema und der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien. 

Gemeinsam entwickelt die Projektgruppe einen Rhythmus im 4/4 Takt, den sie im Anschluss daran selbst spielt. Dies befähigt die SuS ihren Sprechrhythmus dem Liedrhythmus anzupassen. 

Nach der Wahl des Songthemas und Instrumentalstücks probieren sich die Schüler an verschiedenen Reimformen, bevor sie in Kleingruppen mit der Texterarbeitung beginnen. Während der Texterarbeitung schulen und erweitern die SuS ihre Sprachkenntnisse, denn guter Rap spricht in Bildern (Metaphern, Vergleiche, Symbole). 

Im Anschluss finden Interpretationsübungen statt, wo es u. a. um eine deutliche Aussprache, des zuvor auswendig gelernten Textes, sowie das passende Sprechtempo (Sprechrhythmus) geht. 

Danach erfolgen die Aufnahme im Tonstudio, sowie die Vorbereitung der Präsentation (Konzert). Parallel erfolgt eine Dokumentation des Projektes. Das Projektangebot umfasst ebenfalls ein Schulkonzert und wird von Bielefelder Musikern begleitet und unterstützt.
Anschließend erfolgt die Präsentation des Schoolparty Samplers mit allen Songs der teilnehmenden Schulen in Bielefelder Jugendzentren.

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